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Die HEQ-5 von Syntha im Originalzustand

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Die geöffnete HEQ-5. Die Pfeile zeigen auf die Schrauben die gelöst werden müssen um an die Steuerplatine zu kommen.

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Die Pfeile zeigen auf die Befestigungsschrauben der Steuerplatine.

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UMBAU DER HANDSTEUERBOX

 

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UMBAU AUF CONRAD-GETRIEBE

 

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Im Bild oben: Das zerlegte Conrad-Motörchen.

 

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EINBAU DER NEUEN MOTOR-GEKRIEBE-KOMBINATION

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Die Pfeile sollen zeigen, wie knapp die neuen Motor-Getriebe-Kombinationen in die Aussparungen der Minti passen

 

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ACHTUNG: Die Getriebe-Zahnräder (Pfeil) sitzen falsch herum auf der Welle, und das ist gut so!

 

 

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EIN KURZER ERSTER TESTEINDRUCK

Guckies Notoperation Teil 2

oder

Umbau einer HEQ-5 auf Conrad-Getriebe und MCU-Steuerkit

Es gibt Menschen, die kaufen sich eine richtig gute Montierung und sind glücklich damit. Dann wiederum gibt es Menschen, die haben nicht genug Geld für eine Montierung und kaufen sich, man will ja parallaktisch sein, eine China-Monti. Nun ist es relativ egal was man als Besitzer einer China-Monti-Mülltonne macht, um ein paar Handgriffe kommt man nicht vorbei. Da wären zuerst einmal das Neufetten der Montierung (siehe Guckis Notoperation). Ist dies getan hat man zumindest die Gewissheit, keine Metallspäne mehr in der Montierung zu haben, und man sucht nach Möglichkeiten der Montierung einen guten Benimm beizubringen. Gemeint ist die Minimierung des Schneckenfehlers, des Getriebespiels, und die Beseitigung weiterer Unannehmlichkeiten. Und da schließt sich der Bogen wieder. Entweder mann heißt Krösus oder man ist im Ars... Oder man kennt Rajiva, Conrad und Deepsky.de. Der geneigte Leser merkt sicherlich schon, der Ton dieses Berichtes ist etwas komisch. Stimmt. Das liegt daran, daß ich wohl genetisch ein Albireo bin, und da kann ich nicht anders. Aber das tut der Tatsache keinen Abbruch, daß das Geschriebene stimmt.

 

Also, ich besitze eine HEQ5-Montierung von Syntha (China). Diese Montierung hat wie ihr großer Bruder, die EQ-6, einige Schwächen. Nach Erscheinen der EQ-6 stellte sich heraus, daß das Getriebespiel der Motoren derart hoch und ungünstig ist, daß es weder mit PEC noch mit Autoguiding bei der Photographie in den Griff zu kriegen ist. Abhilfe gibt es auf dem Markt zur genüge, z.B. neue Motoren mit neuen Getrieben und einer neuen Steuerung. Dann bewegen wir uns im Bereich von etwa 800 Euro und mehr. Die erste Verbilligung dieser Modifikationen wurde bei deepsky.de beschrieben. Diese stellten fest, daß es bei der Elektronikfirma Conrad Motoren mit aufgeflanschten Getrieben gab, von denen die Getriebe von guter Qualität waren. Diese konnten durch einfache Umbaumaßnahmen auf die Origianlmotoren geflanscht werden und reduzierten so die Getriebespiele und den periodischen Fehler, d.h. dieser wurde jetzt erst richtig periodisch, da mit den alten Getrieben sich Getriebespiel und Schneckenfehler zu unberherschbaren Fehlern überlagerten. Der Vorteil waren aber die geringe Kosten von nur 30 Euro pro Getriebe. Dummerweise musste dafür aber eine vollprogrammierbare Steuerung angeschaft werden, da die Conrad-Getriebe nur ein Untersetzungsverhältnis von 1:100 haben und die Originalgetriebe mit 1:132 unterstezt waren. D.h. die Monti läuft mit den neuen Getrieben zu schnell, und das musste per Steuerung abgebremst werden. Aber da gibt es ja noch Anand Rajiva. Er hat einen neuen Steuerchip programmiert, der genau das kann, und nur gegen den alten Chip in der Original-Steuerung ersetzt werden muß. Damit ergibt sich für etwa 200 Euro die Möglichkeit die Montierung so zu modifizieren, daß sie auch photographischen Erfordernissen entspricht. Genial wie ich meine, zumal diese nun wesentlich mehr kann. Mikroschrittbetrieb, kleine Korrekturgeschwindigkeit, lunare und solare Nachführgeschwindigkeit, LX200-Protokoll-fähigkeit (GOTO) und Unterstützung der Conrad Getriebe. Und irgendwann ist doch ein kluger Kopf mal auf die Idee gekommen und hat hingeschaut. Da hat der verdutzte Kerl doch glatt festgestellt, daß die Steuerung in der HEQ-5 und die in der EQ-6 völlig identisch sind. Ein Glück für Rajiva und mich. Er hat einen weiteren Einsatzzweck für seine Steuerungs-Updates und ich kann meine Monti updaten (HEQ-5).Und genau darum geht es in diesem Bericht, der Umbau der Getriebe und der Einbau der Steuerungs-Updates.


 

Anand Rajiva bietet auf seiner HP EQ-6 Update eine kleine Platine an, die gegen den Steuerchip der Originalsteuerung ausgetauscht werden kann. Durch diese Platine, und einen kleinen Chip für die Handsteuerbox bekommt die Steuerung die neuen Eigenschaften. Ich habe mir von Rajiva die bereits zusammen gelötete Version bestellt.

 

Zuerst muß die seitliche Abdeckung der Motoren abgeschraubt werden.

Dann schraubt man die obere Abdeckund an den auf beiden Seiten befindlichen Schrauben ab. Nun sieht man die Steuerungsplatine im Korpus der Montierung. Die Pfeile weisen auf die versteckt liegenden Halteschrauben hin. Diese sind aber nur zu erreichen, wenn die Motoren aus der Montierung genommen werden. Lösen sie dazu zuerst die Steckverbindungen (im Bild die beiden rechten weißen Stecker für die Motoren und der linke Stecker für die Stromversorgung). Danach müssen sie die Schrauben der quadratischen Halterungsplatten der Motoren lösen.

 

 

 

Nach dem Herausziehen der Motoren sieht man deutlich die beiden Halteschrauben der Steuerungsplatine. Diese Schrauben sind ebenfalls zu lösen um die Steuerplatine herausziehen zu können.

 

 

 

 

 

 

Das Bild zeigt die Hautsteuerplatine, nachdem der Prozessor vom Sockel gehebelt wurde. Dazu mit einem flachen Schraubenzieher unter den Chip fahren und diesen vorsichtig heraushebeln. Die rote LED wurde von mir schon vorher eingelötet um eine Polsucherbeleuchtung zu haben.

 

 

 

 

Auf den nun leeren Prozessorsockel wird die Update-Platine gesteckt. Dabei ist auf die richtige Orientierung zu achten! Die Beinchen der roten LED wurden von mir verlängert, damit ich sie um die Platine biegen kann. Dummerweise weist die Update-Platine keine Lötstellen für eine LED als Polsucherbeleuchtung auf. Die Polsucherbeleuchtung funktioniert folgendermaßen. Die schwach leuchtende LED wirft ihr Licht in den Polsucher und beleuchtet so die Strichplatte mit den eingravierten Linien. Zwar ist der Himmel im Polsucher dann rötlich, aber man erkennt neben den hellen Sternen (Polstern) nun auch die schwarzen Linien vor dem rötlichen Hintergrund. Sollte die LED zu hell sein, kann man diese einfach mit einem wasserfesten schwarzen Edding-Filzstift abdunkeln. Einene weiteren Vorteil bietet diese Variante. Wenn die LED leuchtet, überstrahls sie die schwächeren Sterne, und es bleibt fast nur der Polstern sichtbar übrig. Mir erleichtert das die Einnordung enorm...na ja, meistens!


Somit ist der hochkomplizierte und regelrecht aufreibende Umbau der Steuerplatine erledig.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nun schraubt man die Handsteuerbox auf. Dazu müssen zuerst die weissen Schalterknöpfe von den Schaltern gehebelt werden. Nur keine Angst, das knackt zwar bedrohlich, es kann aber nichts passieren wenn mann nicht mit allzuviel Gewalt arbeitet. Dann wird die Handsteuerbox aufgeschraubt.

 

Die nun sichtbare kleinere Platine muss ebenso abgeschraubt werden, um den kleinen Chip auf der Hauptplatine zu sehen.

 

Dieser kann nun herausgehebelt und gegen den neuen von Rajiva ausgetauscht werden. Bitte achtet auf die Lage der kleinen Einkerbung in den schmalen Chip-Seiten. Diese zeigt die richtige Orientierung auf dem Sockel an!

Das wars, alles wieder zusammen schrauben und die neue Handsteuerbox besitzt die neuen Features.

 

 

 

 

 

 

Verwendung finden Getriebemotoren der Firma Conrad mit der Bezeichnung RB35-100. 100 steht für das Untersetzungsverhältnis. Der Umbau der Getriebe gestaltet sich ein wenig kniffeliger, dennoch ist dieser auch ohne spezielles Werkzeug zu vollbringen. Zuerst einmal müssen die Motoren zerlegt werden. Fangen wir mit den Conrad-Motoren an, denn wenn hier etwas schief geht, kann man einfach einen neuen Motor kaufen. Das ist bei den Originalmotoren nicht so einfach. Zuerst löst man die drei kleinen Schrauben im Getriebedeckel. Danach kann man das Getriebe einfach abziehen. Nun schraubt man noch die Basisplatte von den Motoren. Jetzt wird es kniffelig. Indem man mit zwei Schraubenziehern unter das Ritzel auf der Motorwelle greift kann man dieses Ritzel von der Welle abziehen. VORSICHT, nicht das Ritzel beschädigen! Mit einem kleinen Ruck fliegt das kleine Zahnrad quer durch die Wohnung. Wenn dabei die Achse aus dem Motor gezogen wird, macht das nichts, denn den Motor können wir sowieso wegwerfen. Wer hat, kann hier natürlich besser einen Abzieher verwenden, aber wer hat den!

 

 

 

 

 

 

 

Im nächsten Schritt werden die Getriebe der Originalmotoren zerlegt. Nachdem die Halteplatten abgeschraubt sind, löst man die Getriebe der Originalmotoren auf die gleiche Weise. Auch hier muss daß Zahnrad von der Motorwelle in analoger Weise abgezogen werden. Dabei kann es passieren, daß man auch hier die Motorwelle etwas herauszieht. Das macht solange nichts, wie es sich nur um ein kleines Stückchen handelt. Mit sanftem Druck kann die Welle nachher wieder zurück geschoben werden. In meinem Fall ließ sich ein Zahnrädchen überhaupt nicht dazu bewegen von der Welle zu rutschen. In dem Fall habe ich das Ritzel einfach an einer Seite bis auf einen ganz dünnen Rest abgefeilt. Danach konnte ich es von der Welle brechen. Dabei muß man sehr vorsichtig vorgehen um die Welle nicht zu beschädigen.

 

Jetzt wird es etwas schwierig, zumal ich vergessen habe Photos von den nun anstehenden Arbeitsschritten zu machen. Hält man die Basisplatte der Conrad-Getriebe, das ist die dicke Platte mit den vielen Löchern, gegen den Original-Motor, so sieht man, daß keines der Löcher für die Befestigung dieser Platte am Motor passt. Auch das zentrale Loch für die Achsdurchführung ist zu klein. Dieses muss auf 10mm aufgebohrt werden. Danach kann man die Basisplatte auf den Motor legen und durch Drehen herausfinden, welche Löcher aufgebohrt werden müssen. Vorsicht, nicht die Löcher nehmen, in die die Befestigungsschrauben des Getriebgehäuses greifen! Es empfiehlt sich, die Basisplatten-Befestigungslöcher mit 3mm aufzubohren. Mit einem 4mm Bohrer geht man anschließend hin und bohrt kleine Versenkungen in die eben aufgebohrten Löcher. Das ist ein kitzeliges Unterfangen, da die aufgebohrten Löcher in den alten Aussparungen dem Bohrer keine Führung geben. Aber wenn man vorsichtig ist geht das. Zwei Löcher auf diese Art vorzubereiten reicht vollkommen aus. Um die Basisplatte festzuschrauben verwendet man am Besten die Senkkopfschrauben, womit die Halteplatte an den Originalgetrieben befestigt war. Ist die Basisplatte am Originalmotor befestigt, darf kein Teil der Schrauben überstehen. Ist das doch der Fall, so kann man den Überstand getrost plan feilen. Auf der Basisplatte liegt das Getriebe auf, und jede Erhebung würde das Getriebe schief stellen, was zum verkanten der Getriebe führt. Nun drücken sie noch das Ritzel der Conrad-Motorwelle auf die Motorwelle der Originalmotoren. Danach kann man die Getriebe aufschrauben und die Halteplatte befestigen. Ein Tip: setzen sie die Getriebe zuerst ohne das Gehäuse auf. Sehen sie dann im Getriebe nach, ob zwischen dem aufgesetzten Ritzel und dem darüber liegenden Zahnrad des Getriebes etwas Luft bleibt. Ist das nicht ausreichend der Fall, drücken sie mit sanfter Gewalt die Motorwelle etwas in den Motor, bzw. am anderen Ende des Motors aus diesem heraus. Wenn Sie das Getriebe aufsetzen, achten sie darauf, daß die Getriebewelle und der Stromanschluß der Motoren möglichst weit voneinander entfernt sind. Andernfalls gibt es beim Einbau Probleme mit den Stromkabeln. Aber keine Angst, ich habe die Motoren auch ein paar mal wieder auseinander genommen um diese Korrekturen zu machen.

 

Wenn alle Motoren in dieser Art umgebaut sind, geht es an den ersten Funktionstest. Legen sie dazu die umgebaute Steuerplatine in die Montierung und schließen sie alle Stecker an. Danach können sie einen ersten Probelauf der Motoren durchführen. Sie werden bemerken wie zügig die neuen Getriebe auf die Steuerung reagieren. Bei 16-facher Nachführgeschwindigkeit dürfen die Getriebe nur leise surren. Wird es laut oder rappelig, stoppen sie sofort den Test. Dann müssen sie die Getriebe erneut auseinander nehmen und auf geraden Sitz überprüfen. Es kann vorkommen, daß beim Zusammenschrauben die Basisplatte verbogen wird, wenn die Befestigungsschrauben nicht fest genug sitzen, diese nicht plan sind oder das Gehäuse nicht gleichmäßig angezogen ist. Zudem kann das Motorwellenritzel die Zahnräder hoch drücken was zu den unangenehmen Geräuschen führt. Meist ist aber ein einfaches erneutes Zusammenschrauben die Lösung. Wenn alles surrt und prima funktioniert, geht es an den Einbau.

 

 

 

Erwähnte ich schon das mit dem kitzelig werden? Nun müssen wir zuerst einmal Polhöhenneigung auf 0 stellen damit der Getriebekasten der Montierung waagerecht zu liegen kommt. Bevor sie jetzt die Steuerplatine einschrauben, sehen sie kurz in die Montierung. Die beiden Aussparungen sind dazu da, um den Motoren genügend Platz zu geben. Dummerweise sind aber die neuen Getriebe höher als die Originalgetriebe, was dazu führt, daß Die Motoren nicht mehr in diese Aussparung passen. Um die Motoren dennoch einpassen zu können, müssen wir sie einfach ein wenig höher montieren. Es wird reichen, wenn diese 1-2mm höher aufgeschraubt werden, was ziemlich einfach mit ein paar Unterlegscheiben für 3mm-Schrauben geschehen kann. Ich brauchte pro Loch 4 kleine Unterlegscheiben. Nachdem ich ein paar dutzend mal die heruntergefallenen Scheibchen aus der Monti schütteln musste, nehme ich nun M4-Muttern. Die sind zwar etwas höher, aber mit einer Feile kamm nam die prima anpassen...wenn nötig!  Im zweiten nebenstehenden Bild sehen sie, wie die Motoren mit den neuen Getrieben so gerade in die Aussparung passen, wenn man sie etwas "aufbockt". Das Bild entstand, als ich bemerkte, daß ich die Steuerplatine gar nicht hinein bekomme, wenn die Motoren montiert sind. Dumm gelaufen! Sie sollten jetzt aber erst die Steuerplatine einlegen und festschrauben, da sie nach Einbau der Motoren nicht mehr an die Befestigungsschrauben kommen.

Nachdem dies geschehen ist, stapeln sie vorsichtig auf jedes Loch 4 kleine Beilagscheiben oder eine M4-Mutter und setzen vorsichtig den Motor auf diese Beilagscheibchen. Mit einer Nadel etc. können sie die Beilagscheiben dann richtig positionieren um die Schrauben eindrehen zu können. Da die alten Schrauben zu kurz sind, habe ich 10mm lange M3-Schrauben genommen. Die Gewindelöcher sind durchgebohrt, weswegen im Prinzip jede M3-Schraube ab 6mm Länge genommen werden kann. Wenn eine Beilagscheibe auf die Steuerplatine fällt, haben sie wirklich Grund zu fluchen. Denn diese MUSS entfernt werden, was in der Regel heist, daß sie die Beilagscheiben-Stapelorgie neu beginnen können.

 

Als Letztes werden die Zahnräder auf die Getriebeachsen gesteckt. Achten sie darauf, daß sie diese nun "falsch" herum aufsetzen. Nur so können die Zahnräder richtig ineinander greifen. Dann schieben sie die Motoren noch an die großen Zahnräder und ziehen die Befestigungsschrauben der Motoren fest. Der Motor mit dem breiten Anschlusstecker gehört in das Loch an der Seite zur Gegengewichststange hin. Jetzt können sie die Motoren an die Steuerplatine anschließen.

 

Noch ist die Arbeit nicht getan. Jetzt muss die Abdeckplatte der Montierung angepasst werden. Da die Motoren mit den neuen Getrieben zu hoch sind und zudem die Getriebeachse länger ist, müssen wir Aussparungen in die Abdeckplatte feilen. Diese müssen so groß sein, daß die Zahnräder der Getriebeachsen auch durch die Löcher passen. Zur Abdeckung benutzte ich Conrad-Kuststoffgehäuse 50*38*14mm in der Farbe schwarz (Best.Nr.: 522074 2044). Diese haben den Vorteil, daß man den Deckel durch zwei Schräubchen von der Innenseite der Abdeckung festschrauben kann. Kein Geklebe und Gekleckse. Dann schrauben wir die runde Abdeckkappe auf die Montierung und danach die modifizierte Seitenabdeckung an. Nun steht sie vor uns, die

HEQ-5-RCSM

(HEQ-5-Rajiva-Conrad-Self Modificated)

Und das dollste an der Sache ist: Wenns jetzt quitscht, rappelt oder schnarrt, dürfen sie die ganze Klamotte noch einmal auseinander nehmen und von vorne beginnen. Denn dann ist irgendwas schief. Ich habe es drei mal machen dürfen!

 

 

 

 

 

 

Wer kennt das nicht: Da hat mann was neues, ist stolz wie Oskar daß die Monti sich überhaupt noch dreht und dann? Sauwetter! Daher konnte ich noch keinen echten Sternentest durchführen. Mein erster Eindruck war, daß die Motoren ruhiger laufen und zügiger ansprechen (ACHTUNG: Viel Verzug beim Ansprechen entsteht durch zu viel Spiel in der Schneckenwelle bzw. am Schneckenrad. Dieses muss gut eingestellt sein, sonst ist der Steuerungsvorteil ziemlich knapp). Der bei meiner Montierung oft aufgetretene Nachlauf, speziell wenn das Teleskop nicht sauber austariert war, scheint nicht mehr aufzutreten. Selbst eine schlechte Austarierung scheint sich nicht mehr in einem visuell bemerkbaren Nachlauf auszudrücken. Aber die ganze Geschichte muss sich erst noch photographisch beweisen. Trotz der Mühen macht der Umbau auf mich einen vertrauenserweckenderen Eindruck als mit den Original-Klappergetrieben

 

Copyright (c) 2004, by Ulrich Wagner, siehe hier